| Diamant | Dieser Text beschreibt Diamant. Der untere Text beinhaltet die Diamant Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Diamant Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Diamant fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Diamant möglichst ausführlich zu halten.
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Diamant Artikel
| Diamant
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| Chemismus | C
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| Kristallsystem | kubisch fcc
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| Kristallklasse | __
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| Farbe
| farblos, gelb, braun, durch Verunreinigungen auch rot, grün, gelb, blau, schwarz etc.
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| Strichfarbe | weiß
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| Härte | 10
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| Dichte | 3,47 - 3,55 g/cm3
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| Glanz | Diamantglanz (Fettglanz)
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| Opazität | durchsichtig
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| Bruch | muschelig bis splittrig
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| Spaltbarkeit | vollkommen (111)
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| Habitus | gedrungen
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| häufige Kristallflächen | __
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| Zwillingsbildung | __
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| Kristalloptik
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| Brechzahl | 2,41 bei λ = 590 nm
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| Doppelbrechung | keine; häufig anomal
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| optische Orientierung | __
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Winkel/Dispersion der optischen Achsen
| 2vz ~ ___
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| weiteres Merkmalen
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| chemisches Verhalten
| chemisch inert gegenüber fast allen Chemikalien außer Sauerstoff bei hohen Temperaturen
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| ähnliche Minerale | __
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| Radioaktivität | nicht radioaktiv
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| Magnetismus | nicht magnetisch
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| besondere Kennzeichen | höchster Schmelzpunkt (3820 Kelvin), Wärmeleitfähigkeit fünfmal besser als Silber
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Diamant (von griechisch diaphainein: durchscheinen und adamantos: das Unbezwingbare) ist neben Graphit und Fulleren eine der drei Modifikationen des Kohlenstoffs und mit einer Mohshärte von 10 das härteste natürlich vorkommende Mineral. Seine Schleifhärte ist gar 140 mal so groß wie die des Korund. Allerdings ist die Härte des Diamanten auf seinen einzelnen Kristallflächen unterschiedlich, wodurch es erst möglich wird Diamant mit Diamant zu schleifen, da im dazu benutzten Diamant-Pulver jeder Härtegrad vorkommt. Diamant ist bei Raumtemperatur metastabil , die Aktivierungsenergie für den Phasenübergang in die stabile Modifikation (Graphit) ist jedoch so hoch, dass eine Umwandlung in Graphit bei Raumtemperatur praktisch nicht stattfindet. Diamant besitzt ein kubisches Kristallsystem und ist in reinem Zustand transparent, häufig aber durch Verunreinigungen in den verschiedensten Farben gefärbt, die Strichfarbe ist weiß.
Die Masse individueller Diamanten wird traditionell in Karat angegeben, einer Einheit, die 0,2 g entspricht.
Neben dem eigentlichen, kubisch kristallisierenden Diamanten gibt es auch eine sehr seltene hexagonale Kohlenstoff-Variante, welche als hexagonaler Diamant oder Lonsdaleit genannt wird.
Buch-Tipp: Der Diamant des Salomon. Interessant und spannend Meines Erachtens kann man "Der Diamant des Salomon" nicht unbedingt mit Medicus und Co. vergleichen, da es größtenteils in der Neuzeit spielt, eher mit den "Erben des Medicus". Ich gewann durch das Buch interessante Einblickeins heutige Leben in Israel.
Ich habe das Buch mit Vergnügen gelesen und fand auch besonders... Aufbau und chemisches Verhalten | |
Im Diamant sind die Kohlenstoffatome
tetraedrisch gebunden, das bedeutet, jedes Atom hat vier symmetrisch ausgerichtete Bindungen zu
seinen nächsten Nachbarn. Die große Härte resultiert
aus der sehr hohen Bindungsenergie der vollständig in
sp3-Hybridisierung vorliegenden
chemischen Bindungen.
Diamant verbrennt in reinem Sauerstoff bei ungefähr 720 °C, in Luft bei über 800 °C zu Kohlendioxid.
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Das Muttergestein des Diamanten ist der Kimberlit. Innerhalb dieses Gesteins wandelt sich der Kohlenstoff in Tiefen von häufig mehr als 150 km unter hohem Druck und bei Temperaturen von bis zu 3 Tausend °C zu Diamanten um. Diese kommen durch die so genannten Pipes an die Erdoberfläche. Von dort können sie durch natürliche Verwitterungsprozesse, bei denen sie aufgrund ihrer Härte intakt bleiben, abtransportiert werden und reichern sich dann meist in Sedimentgesteinen an, die heute eine der Hauptquellen des Minerals darstellen.
Gewonnen werden sie zudem in den Vulkanschloten erloschener Vulkane, die senkrecht nach unten abgebaut werden. Das Muttergestein wird dabei zermahlen, um die Diamanten zu gewinnen. In dem Süden Afrikas liegen Diamanten auch am Grund der Wüste, so dass der Sand bis zu dem gewachsenen Fels abgetragen und gewaschen werden muss.
Die größten Diamantenvorkommen befinden sich in Afrika, insbesondere in Südafrika, Namibia, Botswana, der Demokratischen Republik Kongo und Sierra Leone, in Australien und in Russland. Es wurden aber auf allen Kontinenten bis auf Europa und die Antarktis Diamanten gefunden. Die Weltproduktion liegt heute bei etwa zwanzig Tonnen pro Jahr.
Mikrodiamanten entstehen vor allem bei Meteoriteneinschlägen: Bei den dabei auftretenden hohen Temperaturen und Drücken wird irdischer Kohlenstoff so stark komprimiert, dass sich kleine Diamantkristalle und auch Lonsdaleiten bilden, die sich aus der Explosionswolke ablagern und noch heute in der Umgebung von Meteoritenkratern wie dem Barringer-Krater nachgewiesen werden können.
Mikrodiamanten kommen auch in Fundstücken von Eisenmeteoriten und ureilitischen Achondriten vor, wo sie vermutlich durch Schockereignisse aus Graphit gebildet wurden. Winzige Diamanten, wegen ihrer typischen Größe von ca. einigen Nanometern häufig Nanodiamanten genannt, kommen zudem in Form von präsolaren Mineralen in primitiven Meteoriten vor.
Buch-Tipp: Der mittlere Stufenweg Klassiker Ich schließe mich Dr. Lautweins fundierter Rezension vorbehaltlos an und empfehle das Werk für jeden Anwender des Buddhismus, insbesondere Gelugpas. |
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Kubisch flächenzentrierte Kristallstruktur (fcc) des Diamant. Jedes Kohlenstoffatom ist gleichwertig mit 4 Nachbaratomen kovalent gebunden, unten links in der Zeichnung hervorgehoben.
Seit 1955 ist es mit Hilfe des so genannten Hochdruck-Hochtemperatur-Verfahrens (HPHT - engl.: high-pressure high-temperature) möglich, künstliche Diamanten herzustellen. Bei diesem Verfahren wird Graphit in einer hydraulischen Presse bei Drücken von einigen Gigapascal und Temperaturen von über 1500 °C zusammengepresst. Unter diesen Bedingungen ist Diamant die thermodynamisch stabilere Form von Kohlenstoff, so dass sich der Graphit zu Diamant umwandelt. Dieser Umwandlungsprozess kann unter Beigabe eines Katalysators beschleunigt werden. Analog zu dem Diamanten lässt sich aus der hexagonalen Modifikation des Bornitrids ebenfalls unter Verwendung der Hochdruck-Hochtemperatur-Synthese kubisches Bornitrid (CBN) herstellen. CBN erreicht allerdings nicht die Härte des Diamanten.
Eine Alternativmöglichkeit zur Herstellung von künstlichem Diamant ist die Beschichtung von Substraten mit Hilfe der chemischen Gasphasenabscheidung (CVD - engl.: chemical vapour deposition). Dabei wird in einer Vakuumkammer eine einige Mikrometer dicke Diamantschicht auf den Substraten (zum Beispiel Hartmetallwerkzeuge) abgeschieden. Ausgangsstoff dabei ist ein Gasgemisch aus Methan und Wasserstoff. Die Aktivierung des Gases erfolgt thermisch oder mit Hilfe eines Plasmas.
Als weitere Entwicklung können mit Hilfe der Technik der Plasmabeschichtung ca. wenige Mikrometer dünne Schichten aus so genanntem diamantartigen Kohlenstoff (DLC - engl.: diamond-like carbon) hergestellt werden. Diese Schichten vereinigen gleichzeitig die extreme Härte des Diamanten und die sehr guten Gleitreibungs Merkmale von Graphit. In ihnen liegt, je nach Beschichtungsparametern, eine Mischung von sp2- und sp3-hybridisierten Kohlenstoffatomen vor.
Buch-Tipp: Der träumende Diamant 1 Fantasievoll und supergut! In London ist der "Smoke Thief" in aller Munde. Niemand kann sich erklären, warum so viele Juwelen gestohlen werden und der Dieb nicht gefasst wird. Christoff, der Marquess of Langford, weiß allerdings sehr wohl, wer der Unbekannte ist. Jemand der der Obhut der drákon entflohen ist, einer geschlossenen Gemeinschaft... |
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Die prestigetrachtigste Anwendung finden Diamanten als hochwertige Schmucksteine. Eine höhere wirtschaftliche Bedeutung haben sie aber heute durch ihre industrielle Verwendung in der Produktion von Schneid- und Schleifwerkzeugen, wobei man sich ihre große Härte zunutze macht. Dünne Schichten aus diamantartigem Kohlenstoff dienen in großtechnischem Maßstab als Verschleißschutz. Diamantbesetzte Skalpelle könnten zu dem Beispiel in der Medizin zu dem Einsatz kommen.
Durch Zusatz von Bor können Diamanten leitfähig gemacht werden und als Halbleiter oder sogar als Supraleiter fungieren.
Buch-Tipp: Diamant. Ausgezeichnete Space-Opera Über den Inhalt will ich hier nichts schreiben.
Mir gefiel das Buch äußerst gut. DIe Charaktere sind sehr detailiert beschrieben und sehr "menschlich". Vorallem der Wandel einiger Charaktere innerhalb der Story sind sehr gut, und mal was anderes als üblich.
Die Story an sich ist auch eher aussergewoehnlich was... |
Diamanten als Schmuckstein | |
Ein Diamant hat eine sehr hohe Lichtbrechung und daher einen starken Glanz, weshalb er als Edelstein verschliffen werden kann. Erst durch die Erfindung moderner Schliffe in dem 20. Jahrhundert, durch die das Feuer eines Diamanten erst richtig zur Geltung kommt, wurde aber sein wahrer Wert offenbar. Es beruht auf zahllosen inneren Lichtreflexionen, die durch den sorgfältigen Schliff der einzelnen Facetten hervorgerufen werden, welche in speziell gewählten Winkelverhältnissen zueinander stehen müssen. Ca. ein Viertel aller Diamanten ist aber überhaupt als Schmuckstein geeignet. ===Diamantbestimmung===
Diamant-Spektrum, Zahlenangaben in Ångström-Einheiten
Kriterien zur Erkennung eines Diamanten sind seine Dichte, Härte, Wärmeleitfähigkeit, Glanz, Lichtstreuung oder Dispersion, Lichtbrechung oder Refraktion sowie Art und Ausbildung vorhandener Einschlüsse.
Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsinstrument zwischen naturfarbenen und künstlich gefärbten Diamanten liegt in der Absorptions-Spektroskopie. Diamanten kommen in allen Farben und Schattierungen vor, doch sind es ca. die
gelben, braunen und grünen Diamanten die ein Linienspektrum erzeugen. Die Farbe, und damit auch die Absorptionslinien,
beruhen auf Stickstoffbeigaben in dem Kohlenstoffgitter des natürlichen Diamanten.
Buch-Tipp: Diamanten - Dynastie. 100 Karat Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch " Diamanten - Dynastie. 100 Karat". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler weiter geleitet. |
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Eine besonders charakteristische - und für Diamanten die mit Abstand häufigste - Schliffform ist der Brillantschliff. Ca. derartig geschliffene Diamanten dürfen als Brillanten genannt werden. Zusätzliche Angaben wie echt usw. sind dabei nicht erlaubt, da irreführend. Zwar ist es möglich - und auch nicht unüblich - andere Edelsteine oder Imitate in dem Brillantschliff zu verarbeiten, jedoch müssen diese dann eindeutig genannt sein (zum Beispiel Zirkonia in Brillantschliff).
Merkmale des Modernen Brillantschliffs (auch Vollbrillant genannt) sind eine kreisrunde Rundiste, mindestens 32 Facetten plus Tafel in dem Oberteil sowie mindestens 24 Facetten plus gegebenenfalls eine Kalette in dem Unterteil. Er wurde um 1910 aus dem so genannten Altschliff des vorhergehenden Jahrhunderts entwickelt.
Es gibt heute unterschiedliche Varianten:
- Der Tolkowsky-Brillant von 1919 hat eine sehr gute Lichtausbeute und gilt in den Vereinigte Staaten Amerika als Grundlage der Schliffgraduierung.
- Der Ideal-Brillant, 1926 von Johnson und Rösch eingeführt, gilt in dem Gegensatz zu seinem Namen durchaus nicht als ideal, da seine Proportionen zu unförmig wirken.
- Der Parker-Brillant von 1951 hat eine gute Lichtausbeute, aber wegen eines recht flachen Oberteils eine kleine Dispersion, was zu einem mangelhaften Farbenspiel führt.
- Der Skandinavischer Standard-Brillant von 1968 ist wie der Name vermuten lässt in Skandinavien die Grundlage zur Graduierung.
- Der Feinschliff-Brillant von 1939 wurde von Eppler entwickelt und ist in Deutschland Grundlage der Graduierung.
Aufgrund der weitgehend feststehenden Proportionen beim Brillanten, ist es möglich anhand des Durchmessers das ungefähre Karat-Gewicht zu ermitteln.
| Durchmesser
| Karat
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| 1,1 mm
| 0,01 ct
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| 2,0 mm
| 0,03 ct
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| 3,0 mm
| 0,10 ct
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| 5,1 mm
| 0,50 ct
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| 6,3 mm
| 1,00 ct
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| 8,3 mm
| 2,00 ct
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| 11,2 mm
| 5,00 ct
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Buch-Tipp: Diamanten - Dynastie. 100 Karat. Großdruck (Edition Richarz. Bücher in Großdruck) einfach GENIAL. . . Erzählt wird die Geschichte des schottischen Jungen Jamie McGregor, der aus verarmten Verhältnissen ausbricht und sich auf den Weg nach Südafrika macht, um auf den Diamantenfeldern sein Glück zu finden.
Dieser Junge und seine Abenteuer, sind der Ursprung der Geschichte, um ein wachsendes, gigantisches Wirtschaftsimperium... |
Die Entwicklung des Brillantschliffs | |
Der Diamant findet seit mindestens 2 Tausend Jahren schon als Schmuckstein Verwendung, doch eine gezielte Bearbeitung setzte erst in dem 14. Jahrhundert ein. Zunächst aber wurden hier ca. zur Erhöhung des optischen Effektes die natürlichen Kristallfächen poliert. Dieser - noch weitgehend in seiner natürlichen Form belassene - erste Diamantschliff wurde, seiner Charakteristik entsprechend, Spitzstein genannt.
Durch Abspalten oder Abschleifen der Oktaederspitzen erzeugte man bald eine zusätzliche große Fläche
auf der Oberseite (Tafel) und eine kleine auf der Unterseite (Kalette) was zu dem so genannten
Dickstein oder Tafelstein führte.
Seite Ende des 15. Jahrhunderts legte man, dank der Entwicklung der Schleifscheibe, stets mehr zusätzliche Facetten an. Um 1650 wurde - der Überlieferung nach auf Anregung des französischen Kardinals Mazarin - erstmals ein Stein mit 34 Flächen (32 Facetten plus Tafel und Kalette), sowie gerundetem, wenn auch noch nicht kreisrundem, Grundriß (Rundiste) entwickelt. Diese, Zweifaches Gut oder auch Mazarin-Schliff genannte Form, erhielt Ende des 17. Jahrhunderts durch den venezianischen Edelsteinschleifer Peruzzi seine Steigerung in dem sogenannten Dreifachen Gut oder Peruzzi-Schliff. Dieser wies bereits alle Facetten und auch ähnliche Proportionen des späteren Brillant-Schliffes auf. Aber auch beim Altschliff, dem unmittelbaren Vorläufer des modernen Brillanten, ist der kreisrunde Körper noch nicht konsequent umgesetzt. Dies geschah erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Da der Diamant, gerade in einer schmuckwürdigen Qualität, ein sehr teurer, weil seltener und unter großem Aufwand zu
gewinnender Rohstoff ist, war und ist man natürlich immer bestrebt beim Schleifen möglichst effizient zu arbeiten.
Dies bedeutet, dass man versucht, unter möglichst kleinem Materialverlust einen möglichst großen optischen,
und somit wertsteigernden, Effekt zu erzielen.
Buch-Tipp: Diamanten-Dynastie einfach GENIAL. . . Erzählt wird die Geschichte des schottischen Jungen Jamie McGregor, der aus verarmten Verhältnissen ausbricht und sich auf den Weg nach Südafrika macht, um auf den Diamantenfeldern sein Glück zu finden.
Dieser Junge und seine Abenteuer, sind der Ursprung der Geschichte, um ein wachsendes, gigantisches Wirtschaftsimperium... |
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Fancy Diamonds (englisch fancy "schick"), auch kurz Fancys genannt, sind farbige Diamanten. Sie sind seltener und viel wertvoller als weiße Diamanten, denn von 100 Tausend Diamanten ist durchschnittlich ca. ein Fancy-Diamant dabei. Gelb- und Brauntöne, die mehr als 80 Prozent aller farbigen Diamanten ausmachen, sind allerdings keine Fancys, sondern gehen auf Verunreinigungen zurück. Kanariengelb ist hingegen eine Fancy-Farbe. Die erste große Fancy-Quelle wurde 1867 in Südafrika gefunden. Heute ist die Argyle Mine in Australien die wichtigste Fundstätte für Fancy Diamanten.
Man unterscheidet sieben Fancy-Farben, neben denen noch viele weitere Zwischenfarben wie zu dem Beispiel Gold, Grau oder Gelbgrün existieren. Für die Färbung ist je ein anderer Stoff verantwortlich:
- Kanariengelb: Für die Gelbtöne ist Stickstoff verantwortlich. Je größer der Stickstoffgehalt, desto intensiver der Gelbton. Der berühmteste und wahrscheinlich größte gelbe Diamant ist der Tiffany von 128,51 Karat, sein Rohgewicht betrug 287,42 Karat. Gelb ist nach weiß und zusammen mit braun die häufigste Farbe von Diamanten.
- Braun: Für die Brauntöne sind Kristallverunreinigungen verantwortlich. Der größte braune geschliffene Diamant ist der Earth Star mit 111,6 Karat. Der größte je gefundene braune Diamant ist wahrscheinlich der Lesotho mit 601 Karat.
- Blau: Das Element Bor ist für die blaue Färbung von Diamanten verantwortlich. Der größte und berühmteste blaue Diamant ist der angeblich verfluchte Hope-Diamant, welcher ungeschliffen 112,5 Karat wog und in geschliffenem Zustand heute 45,52 Karat wiegt. Blaue Diamanten sind sehr selten, doch häufiger als grün oder rot.
- Grün: Der bekannteste und vielleicht auch größte Diamant dieser Farbe ist der Dresden-Diamant mit einem Gewicht von 41,0 Karat (ungeschliffen 119,5 Karat). Grüne Diamanten sind sehr selten.
- Rot: Vermutlich sind Kristallunreinheiten verantwortlich für diese Färbung. Der größte je gefundene rote Diamant ist der australische Red Diamond mit einem Rohgewicht von 35 Karat. Der größte geschliffene Diamant ist der ebenfalls australische Red Shield mit 5,11 Karat. Keine Farbe ist seltener als die Rottöne. 90 Prozent der roten Diamanten stammen von der Argyle Mine in Australien. Von den purpurnen Diamanten existieren ca. zehn Exemplare, wovon der größte 3 Karat wiegt. Alle kamen ebenfalls aus der Argyle Mine. Rote Diamanten sind die teuersten aller Diamanten.
- Pink oder Rosa: Häufig werden pinkfarbene Diamanten zu den roten Diamanten gezählt. Auch hier sind Kristallunreinheiten für die Farbe verantwortlich. Der größte Rohdiamant ist der Daya-I-Nur mit einem Gewicht von 285 Karat, der größte geschliffene Diamant der Steinmetz Pink mit 59,6 Karat. Von den 66 größten Diamanten ist ca. einer rosa gefärbt.
Buch-Tipp: Diamanten-Dynastie. einfach GENIAL. . . Erzählt wird die Geschichte des schottischen Jungen Jamie McGregor, der aus verarmten Verhältnissen ausbricht und sich auf den Weg nach Südafrika macht, um auf den Diamantenfeldern sein Glück zu finden.
Dieser Junge und seine Abenteuer, sind der Ursprung der Geschichte, um ein wachsendes, gigantisches Wirtschaftsimperium... |
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Zur Beschreibung der Reinheit werden folgende Abkürzungen und Fachbegriffe benutzt (Rangfolge):
- if (internally flawless) - lupenrein
- vvs (very, very small inclusions) - sehr, sehr kleine Einschlüsse
- vs (very small inclusions) - sehr kleine Einschlüsse
- si (small inclusions) - kleine Einschlüsse
- p1 (Piqué 1) - Einschlüsse mindern die Brillanz nicht
- p2 (Piqué 2) - Einschlüsse mindern die Brillanz ca. schwach
- p3 (Piqué 3) - Einschlüsse mindern die Brillanz deutlich
Buch-Tipp: Diamanten-Dynastie. "100 Karat". Roman einfach GENIAL. . . Erzählt wird die Geschichte des schottischen Jungen Jamie McGregor, der aus verarmten Verhältnissen ausbricht und sich auf den Weg nach Südafrika macht, um auf den Diamantenfeldern sein Glück zu finden.
Dieser Junge und seine Abenteuer, sind der Ursprung der Geschichte, um ein wachsendes, gigantisches Wirtschaftsimperium... |
Große und berühmte Diamanten | |
In der folgenden Tabelle sind einige besonders berühmte Diamanten zusammen mit ihrem Fundgewicht sowie Fundort und -jahr aufgeführt:
| Name
| Rohgewicht
| Fundjahr
| Fundland
| Bemerkung
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| Cullinan | 3106 Karat | 1905
| Südafrika | Wurde in 105 Steine aufgespaltet.
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| Excelsior | 995,20 Karat | 1893
| Südafrika | Wurde in 22 Steine aufgespaltet.
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| Star of Sierra Leone | 968,90 Karat
| 1972
| Sierra Leone | Wurde in 17 Steine aufgespaltet.
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| Großmogul | 797,5 Karat | 1650
| Indien | Gilt seit 1739 als verschwunden.
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| Koh-i-Noor | 186 Karat | ungefähr 3 Tausend v. Chr.
| evt. Indien | ältester bekannter Diamant
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| Florentiner | 137,27 Karat | unbekannt
| unbekannt | gelber Diamant
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| Regent od. Pitt
| 136,75 Karat | um 1700 | Indien
| heute in dem Louvre
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| Hope | 112 Karat | unbekannt | unbekannt
| 1642 erstmals aufgetaucht. Soll Unglück bringen!
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| Schah | 86 Karat | unbekannt | unbekannt
| mit Gravur seiner drei königlichen Besitzer (einer war Schah Janan, darum sein Name); heute in dem Kreml in Moskau
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| Sancy | 55 Karat | unbekannt | Indien |
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| Dresden Diamant | 41 Karat | um 1743
| Indien
| Grüne Farbe, heute in dem Grünen Gewölbe in Dresden
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Buch-Tipp: Die Elenium-Saga I. Der Thron im Diamant. beginn einer schönen saga "Der Thron in dem Diamant" ist der erste Teil der dreiteiligen Elenium-Saga. "Der Ritter vom Rubin" und "Die Rose aus Saphir" heißen die anderen beiden.
Elenium ist in sich abgeschlossen, aber die Tamuli-Saga knüpft daran an, ebenfalls drei Bücher: "Die schimmernde Stadt", "Das leuchtende Volk" und "Das verborgene Land".... |
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Während der Großteil der heutigen Diamanten mit modernen Mitteln von sehr wenigen international operierenden Konzernen wie der Firma De Beers abgebaut wird, kommt es durch den exorbitanten Preis, der für Diamanten gezahlt wird, vor allem in den unterentwickelten Regionen und Krisengebieten der Welt zu Grabungen unter erbärmlichen und zu dem Teil lebensgefährlichen Bedingungen. Selbst wenn einzelne der Arbeiter fündig werden, werden die Rohdiamanten zumeist billig an die lokalen Kriegsherren verkauft, so dass ca. ein Bruchteil der Gewinne bei den eigentlichen Produzenten verbleibt.
Mit den Gewinnen aus dem Diamantenhandel werden auf dem afrikanischen Kontinent auch viele Bürgerkriege finanziert, so zu dem Beispiel in der Demokratischen Republik Kongo. Auch aus diesem Grunde wird heute versucht, den Handel mit diesen Blutdiamanten beziehungsweise Konfliktdiamanten zu unterbinden. Allerdings ist es praktisch nicht möglich einem Diamanten seine Herkunft anzusehen, und Zertifikate, die dies ermöglichen sollen, werden häufig gefälscht.
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Der erste überlieferte Diamantfund stammte aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. aus Indien. Bereits damals sagte man Diamanten magische Wirkungen nach, weshalb man sie auch als Talismane nutzte. Diamanten waren auch bei den alten Römern bekannt und wurden sehr geschätzt. Um 600 n. Chr. wurde der erste Diamant auf der indonesischen Insel Borneo gemeldet, doch obwohl Indien nun nicht mehr die einzige Quelle war, blieben die indonesischen Funde unbedeutend, da die Anzahl zu klein und der Transport zu den Handelsstädten zu weit war. Erst in dem 13. Jahrhundert entdeckte man, dass sich Diamanten bearbeiten lassen, was jedoch in Indien abgelehnt wurde, da die Steine so angeblich ihre magischen Kräfte verlieren könnten. Der heutige typische Brillantschliff wurde erst um 1910 entwickelt.
Im 18. Jahrhundert fingen die indischen (und auch die indonesischen) Minen an sich zu erschöpfen. Als ein Portugiese auf der Suche nach Gold in Brasilien war, entdeckte er den ersten Diamanten außerhalb Asiens. Dieser Fund verursachte einen "Diamantenrausch". Den ersten Diamanten in dem Muttergestein Kimberlit fand man 1869 in dem Südafrika Kimberley. Ein Jahr später übernahm Südafrika die Rolle des Hauptlieferanten, da auch Brasiliens Funde seltener wurden. 1926 entdeckte man auch an der Atlantikküste Diamanten und 1955 wurde schließlich der erste Diamant künstlich hergestellt. Den ersten Diamanten auf dem Meeresgrund fand man erst 1961. Heute ist Australien Hauptlieferant für Diamanten.
Weitere Erstfunde:
Siehe auch: Liste von Mineralen
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